Kriminalität · Japan

Tokushu sagi

  • tokushu sagi
  • Japan
  • Behördenkategorie

Einfach erklärt

Oberbegriff der Nationalen Polizeibehörde für Betrugsformen ohne persönliche Begegnung mit dem Opfer: Dieses wird aus der Ferne dazu veranlasst, Geld zu überweisen oder Bargeld beziehungsweise Karten auszuhändigen. Unter dieser Rubrik werden Japans Betrugsstatistiken tatsächlich geführt.

Begriffsart

Behördenkategorie. Analytische Kategorie einer Behörde. Die Kategorie ist selbst kein Gesetz und begründet keinen Straftatbestand.

Rechtsgrundlage

Statistische Kategorie der Nationalen Polizeibehörde

Definiert im Polizeibericht der NPA ab der Ausgabe 2012 (平成24年版)

振り込め詐欺 wurde nicht schlagartig ersetzt. Mehrere Jahre lang lautete die NPA-Rubrik 「振り込め詐欺を始めとする特殊詐欺」; der ältere Ausdruck blieb als Untergruppe erhalten. Ab 2026 (令和8年) ordnete die NPA die Kategorien erneut: ニセ警察詐欺 wurde als eigenständige Methode ausgewiesen, und über soziale Medien angebahnte Anlage- und Liebesbetrugsformen wurden einbezogen. Tabellen auf Grundlage der Kategorien vor 2026 sind deshalb veraltet.

Wörtliche Bedeutung

„Spezialbetrug“: eine wörtliche Übersetzung ohne Aussagekraft.

Was im Englischen falsch dargestellt wird

Zwei Fehler: die wörtliche Übersetzung als „special fraud“, die englischsprachigen Lesern nichts erklärt, und die Verwendung des überholten Begriffs 振り込め詐欺 für aktuelle Daten. Seit 2012 lautet der Oberbegriff der NPA 特殊詐欺; in der aktuellen Statistik wird die ältere Bezeichnung nicht mehr verwendet.

Welche Bezeichnung stattdessen verwenden?

„tokushu sagi (remote, non-contact fraud)“ verwenden. Bei Zahlen die jeweilige Datenreihe nennen, da die NPA mehrere führt.

Quellen

  1. Nationale Polizeibehörde, statistische Veröffentlichungen zu 特殊詐欺
  2. Nationale Polizeibehörde, Abteilung für organisierte Kriminalität